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Herzlich Willkommen auf der Internetseite des Cochlear Implant Centrums Südwestfalen!

Auf den folgenden Seiten möchten wir Ihnen die Kath. Krankenhaus Hagen gem. GmbH, die HNO-Klinik im St. Josefs-Hospital sowie das Cochlear Implant Centrum (kurz: CIC) selbst vorstellen.

Sie können sich bei uns ausführlich über das Cochlear Implant (kurz: CI), z.B. seinen Aufbau und seine Funktion, und über den Verlauf einer CI-Versorgung in unserem Hause informieren.

Denn das CIC-Südwestfalen steht für eine umfassende Betreuung im Verlauf einer CI-Versorgung, vom ersten Besuch in der Ambulanz bis zur langjährigen Nachbetreuung in einem Haus.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß dabei, auf den verschiedenen Seiten zu Stöbern und einen Einblick in unsere Arbeit zu erhalten!

Ihr Team des CIC-Südwestfalen

Infos zum Cochlear-Implant

Im Folgenden möchten wir Ihnen das Cochlear-Implant (kurz: CI), seinen Aufbau und Funktionsweise, seine Möglichkeiten und Grenzen, ausführlich vorstellen.

Normales Hören

Damit es Ihnen leichter fällt, die Funktionsweise des CIs zu verstehen, stellen wir Ihnen an dieser Stelle kurz das menschliche Ohr und den normalen Hörprozess vor.

Beim menschlichen Hörorgan werden funktional drei Teile unterschieden –  das äußere Ohr, das Mittel- und das Innenohr.

Zum äußeren Ohr gehören die Ohrmuschel und der äußere Gehörgang, der vom Trommelfell, einer dünnen Membran, abgeschlossen wird. Das äußere Ohr hat die Funktion den Schall aus der Umwelt aufzunehmen und an das Mittelohr weiterzuleiten.

Das Mittelohr besteht aus dem Trommelfell und den drei Gehörknöchelchen (Hammer, Amboss und Steigbügel), welche sich in der Paukenhöhle, einem luftgefüllten Hohlraum im Knochen, befinden.

Das von den Schallwellen in Schwingung versetzte Trommelfell überträgt diese auf die Gehörknöchelchenkette, die den Schall an das ovale Fenster und somit an das Innenohr weiterleitet.

Das Innenohr besteht aus dem eigentlichen Hörorgan und dem Gleichgewichtsorgen. Das Hörorgan ist die knöcherne, mit flüssigkeitgefüllte Hörschnecke (Cochlea). In der Hörschnecke befinden sich empfindliche Haarsinneszellen, die die mechanischen Schwingungen in elektrische Impulse umwandeln und über den Hörnerv an das Gehirn weiterleiten.

Das Cochlear-Implant

Das CI ist kein implantierbares Hörgerät, das den Schall verstärkt, sondern vielmehr eine  Hörprothese. Es übernimmt die Funktion des Innenohrs und ersetzt die Reizübertragung der Sinneszellen an den Hörnerven in der Hörschnecke.

Aufbau und Funktion des CIs

Das Cochlear-Implant besteht aus zwei Systemkomponenten:

  • dem Implantat mit Empfängerspule und Stimulationselektroden
  • dem hinter dem Ohr getragenen Sprachprozessor mit einem Mikrophon und einer Sendespule.

Die implantierte Empfängerspule mit Magnet hält die extern getragene Sendespule mit dem Gegenmagneten genau über dem Implantat fest (und kann somit bei entsprechender Frisur unsichtbar getragen werden).
Das Mikrophon inkl. Elektronik gleicht einem herkömmlichen HdO-Hörgerät und ist mit der Sendespule leicht abnehmbar. Der extrakorporal, also am Körper, getragene Teil des CIs ist aber auch als Taschenprozessor (in Brusttasche, am Haltegurt oder Gürtel) erhältlich.

Der äußerlich getragene Sprachprozessor (1) empfängt die Schallwellen über das Mikrophon und wandelt sie in digitale Signale um. Diese werden über die Sendespule (2), durch die Haut an das Implantat weitergeleitet. Das Implantat wandelt die Signale in elektrische Energie um und sendet sie über den Elektrodenträger (3) in die Hörschnecke. Hier stimulieren die Elektroden den Hörnerven (4) und der Höreindruck kann vom Gehirn empfangen werden.

Die Qualität der akustischen Wahrnehmung von Geräuschen und Sprache ist von verschiedenen Faktoren wie der Art und Dauer der Ertaubung abhängig.
Der individuelle Nutzen eines Cochlear-Implants ist für jeden einzelnen Patienten von vielen Faktoren abhängig: z.B. vorangegangene Hörerfahrungen, Status der Hörschnecke, Motivation, Engagement, Rehabilitation und/oder Förderung.

Ablauf einer CI-Versorgung

Kommt ein Patient mit dem Wunsch nach einer CI-Versorgung in die Klinik, wird zunächst mittels ausführlicher Diagnostik festgestellt werden, ob die Implantation für ihn möglich und sinnvoll ist. Hiefür werden verschiedene Voruntersuchungen durchgeführt, die in der Regel maximal 2 Tage in Anspruch nehmen.

Ist das Ergebnis positiv, wird ein Termin für die Operation festgelegt, in der das Implantat unter Vollnarkose eingesetzt wird. Dies erfordert einen stationären Klinikaufenthalt von ca. 5 Tagen.

Ungefähr 4-5 Wochen nach der Operation ist die Wundheilung des Implantats so weit abgeschlossen, dass eine Erstanpassung des Sprachprozessors stattfinden kann. Hierbei wird die Sendespule erstmals angelegt und der Sprachprozessor in Betrieb genommen. Wichtig ist anzumerken, dass der Patient dann noch nicht gleich hören kann, da der Sprachprozessor erst an die individuelle Hörwahrnehmung des Patienten angepasst werden muss.

Diese individuelle Einstellung erfolgt über mehrere Wochen hinweg, in einzelnen ambulanten Sitzungen in unserer Klinik.

Darüber hinaus sind rehabilitative Maßnahmen in unserem Haus, wie z.B. Hör- oder Sprachtraining, sinnvoll und notwendig, da der Patient das Hören mit dem CI erst lernen muss.

Die Voruntersuchungen

Die Voruntersuchungen klären, ob der Patient aus medizinischer Sicht und auch in Bezug auf die Rehabilitationsfähigkeit geeignet ist. Sie werden in der Regel ambulant durchgeführt, der Patient kann in Ausnahmefällen aber auch stationär aufgenommen werden.

Die Voruntersuchungen beginnen mit einer ausführlichen Anamnese, in der die Vorgeschichte des Patienten – Art, Dauer und Ausmaß der Hörbeeinträchtigung – genau abgeklärt werden.

Weiterhin werden verschiedene audiologische Tests durchgeführt:

Tonaudiogramm

Ein Tonaudiogramm wird mit dem Ziel durchgeführt, die Hörschwelle des Patienten zu ermitteln. Die Hörschwelle ist der Schalldruckpegel, bei dem das Gehör Töne gerade noch wahrnimmt.

Sprachaudiogramm

Das Sprachaudiogramm ist ein Sprachverständlichkeitstest, bei dem untersucht wird, inwieweit der Patient Sprache (Silben, Wörter und Sätze) hören und verstehen kann.

Otoakustische Emissionen (OAE)

In dieser Untersuchung wird die Funktion der Haarsinneszellen in der Hörschnecke gemessen. Dies erfolgt über akustische Reize mit Hilfe einer Sonde im Gehörgang.

Hirnstammaudiometrie (BERA)

Bei der Hirnstammaudiometrie wird die elektrische Reaktion der Hörbahnen im Gehirn bei akustischer Reizung gemessen.

Ferner wird eine Computertomographie (CT) des Felsenbeins sowie eine Magnetresonanztomographie (MRT) gemacht, um genaue bildliche Informationen über die Anatomie des Ohres und des Schädels zu erhalten und um festzustellen, ob die Cochlea flüssigkeitsgefüllt ist.

In einem abschließenden Gespräch werden mit dem Patienten die gewonnenen Ergebnisse der Untersuchungen besprochen und im Falle einer festgestellten Indikation für das CI, erhält er ausführliche Informationen zum weiteren Verlauf der Versorgung.

Die Operation

Die Operation, in der das CI eingesetzt wird, findet unter Vollnarkose statt und dauert ca. 2-3 Stunden. Die Risiken der Implantation übersteigen nicht die normalen Risiken einer OP am Mittelohr.

Mittels eines Hautschnitts hinter dem Ohr (er ist nach der OP bei entsprechender Frisur nicht mehr zu sehen) wird das Implantat unter die Haut in einer kleinen Mulde im Schädelknochen platziert und fixiert. Der Elektrodenträger wird vorsichtig in die Hörschnecke eingeführt.

Danach wird noch die Funktionsfähigkeit des Implantats überprüft.

Der Patient verbleibt noch 4-5 Tage nach der OP für die Kontrolle der Wundheilung in der Klinik.

Die Erstanpassung

Nach der Einheilungsphase von ca. 4-5 Wochen erfolgt die Anpassung des Sprachprozessors. Mit Hilfe spezieller PC-Software und Rückmeldung des Patienten wird unterschiedlichen Strategien folgend eine erste Programmierung des Prozessors vorgenommen. Ziel dieser Programmierung ist die Erstellung eines individuellen Hörspektrums zu einer für den Patienten optimalen Hörfähigkeit von Geräuschen und Tönen.

Die Rehabilitation

In der postoperativen Phase stehen Hör- und Sprachtherapie, anhand derer die richtige Zuordnung der neuen Höreindrücke gelernt wird, im Vordergrund.

Bei Kindern ermöglicht ein CI das Erlernen von Sprache und  bei frühzeitiger Implantation (d.h. während der ersten zwei Lebensjahre) häufig sogar den besuch einer Regelschule.

Benötigt das Implantat Nachsorge?

Der implantierte Teil des CIs bezieht seine Energie durch die drahtlose Übertragung aus dem Sprachprozessor, der mit Akku oder Batterien betrieben wird, so dass kein Erneuern von Batterien o.ä. im Implantat selbst notwendig ist.

Kontakt

Sie oder einer Ihrer Verwandten/Bekannten leiden unter einer starken Hörbeeinträchtigung und können mit konventionellen Hörgeräten keinen ausreichenden Höreindruck  mehr erzielen?

Sie möchten abklären lassen, ob eine Cochlear-Implantation Ihnen oder Ihrem Verwandten/ Bekannten helfen kann?

Sie sind bereits auf der Suche nach einer Klinik, in der eine CI-Versorgung gemacht werden kann, und möchten sich näher über den Ablauf informieren?

Dann laden wir Sie herzlich dazu ein, mit uns Kontakt aufzunehmen!

Sie erreichen uns direkt über folgende Adresse:

Cochlear Implant Centrum Südwestfalen
St.-Josefs-Hospital
Kath. Krankenhaus Hagen gem. GmbH
Dreieckstraße 15
58097 Hagen

Ansprechpartner

Andrea Breinhild-Olsen
Cochlear Implant Centrum Südwestfalen Andrea Breinhild-Olsen Kath. Krankenhaus Hagen gem. GmbH St.-Josefs-Hospital Dreieckstraße 15 58097 Hagen info@cic-hagen.de Tel. 02331/ 805 670
Nunzia Tekampe
Cochlear Implant Centrum Südwestfalen Nunzia Tekampe Kath. Krankenhaus Hagen gem. GmbH St.-Josefs-Hospital Dreieckstraße 15 58097 Hagen info@cic-hagen.de 02331/805 670