Therapien
Patienteninformation
Soll ich Schnarchen ernst nehmen?
Ja, Schnarchen sollte ernst genommen werden, insbesondere wenn es mit Symptomen wie Tagesmüdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten, Kopfschmerzen am Morgen oder beobachteten Atemaussetzern verbunden ist. Es kann ein Zeichen für obstruktive Schlafapnoe sein, eine ernsthafte Schlafstörung, die das Risiko für Herzerkrankungen, Bluthochdruck und Schlaganfälle erhöhen kann.
Welche Therapiemöglichkeiten werden beim krankhaften Schnarchen angeboten?
Bei krankhaftem Schnarchen gibt es verschiedene Therapiemöglichkeiten, darunter:
- Lebensstiländerungen: Gewichtsreduktion, Vermeidung von Alkohol und Schlaftabletten, Schlafpositionstraining.
- Medizinische Geräte: CPAP (Continuous Positive Airway Pressure) oder andere Atemhilfen.
- Chirurgische Eingriffe: Entfernung von überschüssigem Gewebe im Rachen.
- Zungenschrittmacher: Eine innovative Methode, die die Zungenmuskulatur stimuliert, um den Atemweg offen zu halten.
An wen kann ich mich wenden, wenn ich mich untersuchen lassen möchte?
Sie können sich an einen Hals-Nasen-Ohren-Arzt (HNO-Arzt), einen Schlafmediziner oder ein Schlaflabor wenden, um eine umfassende Untersuchung und Diagnose zu erhalten. Gern können Sie sich auch in unserer speziellen Sprechstunde für obstruktiven Schlafapnoe am Dienstag nach Terminvereinbarung vorstellen.
Was ist ein Zungenschrittmacher?
Ein Zungenschrittmacher ist ein kleines, implantierbares Gerät, das die Zungenmuskulatur stimuliert, um den Atemweg während des Schlafs offen zu halten und so Schnarchen und obstruktive Schlafapnoe zu behandeln.
Wie funktioniert der Zungenschrittmacher?
Der Zungenschrittmacher besteht aus drei Hauptkomponenten:
- Stimulationsgerät: Ein kleines Implantat, das unter der Haut im Brustbereich eingesetzt wird.
- Atemsensor: Ein Sensor, der Atemmuster überwacht und mit dem Stimulationsgerät kommuniziert.
- Stimulationsleitung: Eine dünne Elektrode, die die Zunge stimuliert und so verhindert, dass sie in den Rachen zurückfällt und den Atemweg blockiert.
Vorteile der Therapie mit einem Zungenschrittmacher
- Verbesserung der Lebensqualität: Reduziert Schnarchen und Atemaussetzer, was zu einem erholsameren Schlaf führt.
- Nicht-invasive Alternative: Keine Notwendigkeit für eine Maske oder andere externe Geräte während des Schlafs.
- Anpassungsfähig: Kann an individuelle Atemmuster angepasst werden.
Wie ist der Ablauf einer Implantation eines Zungenschrittmachers?
Der Ablauf einer Implantation eines Zungenschrittmachers umfasst folgende Schritte:
- Voruntersuchung: Einschätzung der Eignung durch medizinische Untersuchungen und eine Schlafstudie (Polygraphie und Untersuchung unter künstlichem Schlaf).
- Planung des Eingriffs: Besprechung der Operation und Vorbereitung.
- Implantation: Ein chirurgischer Eingriff, der unter Vollnarkose durchgeführt wird und etwa 2-3 Stunden dauert.
- Erholungsphase: Ein kurzer Krankenhausaufenthalt von 3-5 Tagen.
- Aktivierung und Anpassung: Etwa einen Monat nach der Operation wird das Gerät aktiviert und individuell eingestellt.
Bin ich für einen Zungenschrittmacher geeignet?
- Sie haben eine mittelschwere bis schwere obstruktive Schlafapnoe?
- Sie haben eine CPAP-Unverträglichkeit?
- Sie haben kein starkes Übergewicht?
- Sie anatomisch geeignet sind, was durch eine Untersuchung festgestellt wird?
- Sie haben keine signifikanten Vorerkrankungen?
Dann sind Sie möglicherweise für einen Zungenschrittmacher geeignet.
Welche Ergebnisse kann ich nach der Zungenschrittmacher-Implantation erwarten?
Viele Patienten erleben eine deutliche Reduktion der Schnarchgeräusche und der Schlafapnoe-Episoden, was zu einem erholsameren Schlaf und weniger Tagesmüdigkeit führt.
Operative Schlafmedizin
- Entfernung der Gaumenmandel, Erweiterung des Gaumens- und Gaumensegels ( UVPP)
- Begradigung der Nasenscheidewand und Verkleinerung der Nasenmuschel
Diagnostik
- Polygraphie
- Polysomnographie
- Schlafendoskopie (DISE)