Suchttherapie: Sie müssen da nicht alleine durch!
Wenn Sie merken, dass Alkohol, Cannabis, Medikamente oder andere Substanzen Ihr Leben bestimmen, ist das keine Willensschwäche, sondern eine behandelbare Erkrankung. Der wichtigste Schritt ist, Kontakt aufzunehmen. Wir unterstützen Sie respektvoll, unkompliziert und medizinisch sicher.
Wir behandeln Patientinnen und Patienten aus der Region (Großraum Hagen, Ruhrgebiet, Südwestfalen) und auch deutschlandweit.
Was wir behandeln
Wir bieten stationäre qualifizierte Entgiftung und Suchttherapie bei: Alkohol, Medikamenten (z. B. Schlaf- und Beruhigungsmittel), Cannabis, Kokain, Amphetaminen, Partydrogen, GBL/GHB, Opiaten/Opioiden – auch bei Mischkonsum/Beikonsum.
Was Sie bei uns erwartet
- Medizinisch abgesicherte Entgiftung (ärztlich überwacht, bei Bedarf medikamentös unterstützt)
- Therapeutische Stabilisierung ab Tag 1: Einzel- und Gruppengespräche, Psychoedukation, Rückfallprophylaxe
- Behandlung von Komorbidität: z. B. Depressionen, Angststörungen, ADHS, Persönlichkeitsstörungen, psychotische Symptome
- Somatische Mitbehandlung: Labor und EKG für alle; bei Bedarf Sonografie, Röntgen, MRT/CT; internistischer Konsiliardienst
- Multiprofessionelles Team: Ärztinnen/Ärzte, approbierte Psychotherapeutinnen/Psychotherapeuten, Fachpflege, Sozialdienst, Ergo-, Musik- und Sporttherapie
- Moderne Bausteine wie VR-Therapie (suchttherapeutische Inhalte wie Exposition/Umgang mit Auslösern und Entspannung)
Behandlungsdauer: in der Regel ca. 14 Tage, bei Bedarf auch länger.
Kosten und Formalitäten
Alle gesetzlichen und privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten der stationären Behandlung.
Ein Rehabilitationsantrag ist für die stationäre Entgiftung nicht erforderlich. Eine anschließende medizinische Rehabilitation kann – je nach Verlauf – im weiteren Schritt gemeinsam geplant werden.
Welche Station passt zu Ihnen?
Je nach Substanz, Alter und Schwerpunkt behandeln wir auf spezialisierten Stationen:
- Station 12: Alkohol- und Medikamentenentzug
- Station 03: Drogen- und Opiat/Opioid-Entzug (inkl. Mischkonsum/Beikonsum)
- Station 23 („Achterbahn“): Angebot für jüngere Erwachsene (ca. 18–26)
- Station 22 (AQUA): Angebot für ältere Patientinnen und Patienten
Was ist Suchttherapie?
Suchttherapie bedeutet mehr als Entgiftung. Sie hilft Ihnen, dauerhaft stabil zu werden: Wir behandeln Entzugssymptome, verstehen gemeinsam Auslöser und Rückfallmuster und entwickeln konkrete Strategien für Alltag und Krisen.
Bestandteile der Suchttherapie
- Medizinische Stabilisierung (z. B. Schlaf, Unruhe, Kreislauf, Schmerzen, Entzugssymptome)
- Psychotherapeutische Behandlung (Stress, Emotionen, Selbstwert, Beziehungsmuster, Bewältigungsstrategien)
- Rückfallprophylaxe (Suchtdruck/Craving, Warnsignale, Notfallpläne)
- Tagesstruktur und Aktivierung (Bewegung, Ergotherapie, Entspannung, neue Routinen)
- Soziale Perspektivplanung (Arbeit, Wohnen, Finanzen/Behörden, Weiterbehandlung)
Für wen ist Suchttherapie geeignet?
Suchttherapie ist besonders sinnvoll, wenn
- Sie aufhören möchten, es allein aber nicht stabil gelingt
- Entzugssymptome zu erwarten sind oder Sie davor Angst haben
- Mischkonsum/Beikonsum vorliegt oder häufige Rückfälle auftreten
- zusätzlich psychische Beschwerden bestehen (z. B. Depression, Angst, ADHS)
- Sie eine klare Anschlussplanung benötigen (Reha, ambulant, Selbsthilfe)
Wie lange dauert die Behandlung?
In der Regel ca. 14 Tage, bei Bedarf länger – z. B. bei komplexem Mischkonsum, relevanter Komorbidität oder erhöhtem Stabilisierungsbedarf.