Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie

Stationen am Zentrum für Seelische Gesundheit Elsey

Am Zentrum für Seelische Gesundheit Elsey in Hagen-Elsey sind neben den vier Spezialstationen des Suchtbehandlungszentrums Elsey auch der suchtpsychiatrischen Institutsambulanz auch die Stationen für Psychotherapie und Psychoseerkrankungen  beheimatet.

Zur Beschreibung der einzelnen Therapieangebote klicken Sie bitte links auf den jeweiligen Standort und die betreffende Station bzw. den Funktionsbereich.

Station 4 - Psychiatrische Allgemeinstation

Auf dieser Station befinden sich überwiegend Patienten in der 2. Lebenshälfte mit depressiven Erkrankungen oder aber Patientinnen und Patienten, die von anderen Abteilungen der Katholischen Krankenhaus Hagen gem. GmbH oder anderen Krankenhäusern der Stadt Hagen wegen psychischer Probleme übernommen wurden.

Patienten mit Krankheitsbildern:

  • Psychosen
  • Depressionen
  • Alterserkrankungen
  • Suchterkrankungen oder auch Persönlichkeitsstörungen

Neben der medikamentösen Therapie und den täglichen Visiten umfasst unser Therapieangebot:

  • Einzel- und Gruppengespräche
  • Ergo- und Bewegungstherapie
  • Konzentrationsübungen
  • Übungsgruppen zum (Wieder-) -Erlernen von Fertigkeiten des täglichen Lebens (sogenannte ATL-Gruppen)
  • Computergestütztes Konzentrationstraining (Cogpack)
  • Arbeitstherapie
  • Lichttherapie
  • Weiterbildungsgruppe für an Psychose erkrankte Patienten
  • Begleitung im häuslichen Umfeld durch Pflegedienstmitarbeiter oder Sozialarbeiter
  • Intensive Betreuung durch das Pflegepersonal

Auf dieser Station werden schwerpunktmäßig Patienten mit depressiven Störungen behandelt. Zur Anwendung gelangen die Techniken der kognitiven Verhaltenstherapie,  aber auch natürlich biologische Therapieverfahren einschließlich der Anwendung der Elektrokonvulsionsbehandlung mit Hilfe unserer anaesthesiologischen Abteilung.  Durch besondere psychoedukative Gruppen, aber auch gezielte Trainingsmaßnahmen bemühen wir uns, das Wiedererkrankungsrisiko der Patienten zu verringern,  um ihnen dadurch eine ungestörte Lebensplanung zu ermöglichen.

Einen weiteren Schwerpunkt dieser Station bilden unsere 2 Mutter-Kind-Einheiten. In diese Zimmer werden die meist depressiv erkrankten Mütter zusammen mit ihren maximal 1 Jahr alten Kinder aufgenommen.

Mit Hilfe spezieller Therapieverfahren einschl. Videoschulung bemühen wir uns, die Interaktion zwischen den erkrankten Müttern und ihren Kindern zu verbessern. Häufig wird der depressive Zustand dieser Patientinnen dadurch erschwert, dass sie das Gefühl haben, nicht ausreichend für ihre Kinder v.a. emotional sorgen zu können. Durch die Aufnahme zusammen mit dem Säugling kann das therapeutische Team hier gezielt intervenieren und die Kommunikation mit dem Kind fördern und dadurch auch die erkrankte Mutter entlasten.

Diese Station dient bevorzugt der Behandlung von Patientinnen und Patienten in akuten Lebenskrisen, mit schweren seelischen Erkrankungen, die mit Eigen- oder Fremdgefährdung einhergehen und von älteren Patienten, die auf Grund einer Verwirrtheit auf einer nicht geschützten Station durch unbemerktes Verlassen des Krankenhauses besonderen Risiken ausgesetzt wären.

Der überwiegende Teil der Patienten dieser Station bietet das Bild einer akuten Dekompensation ihrer endogenen Psychose oder aber ist in eine tiefgreifende Lebenskrise mit manifester Suizidalität geraten; Suchtpatienten mit Alkoholabhängigkeit und gleichzeitig bestehender anderer psychiatrischer Erkrankung oder Störung werden hier ebenfalls entgiftet. Eine Entgiftungsbehandlung von illegalen Drogen wird dagegen nicht durchgeführt.

Die Station wird weitgehend geschlossen geführt, jedoch erhalten die Patienten häufig schon nach wenigen Tagen Ausgang in Begleitung von Pflegedienstmitarbeitern oder Angehörigen und meist nur wenig später auch freien Ausgang.
Die Maßnahme der verschlossenen Türen dient in erster Linie dazu, gerade Patienten mit einem hohen Selbstmordrisiko über die akute Krise hinwegzuhelfen, bis der Lebensmut wieder hergestellt ist.

Die Station verfügt über einen guten Personalschlüssel im Pflegebereich, so dass eine engmaschige Betreuung der Patienten, im Bedarfsfall im Schlüssel 1:1 möglich wird.

Hier erfolgt die Behandlung aller (auch akuter) psychiatrischer Krankheitsbilder, wobei diese jedoch nicht mit einem so hohen Maße der Eigen- oder Fremdgefährdung einhergehen, dass eine Behandlung auf der fakultativ geschlossenen Station erforderlich wäre und bei denen ein primär psychotherapeutisches Behandlungsangebot nicht ausreichend ist.

Therapieangebot:

  • Einzel- und Gruppengespräche
  • Pflegerische Betreuung und ggf. Bezugspflege
  • Arbeitstherapie
  • Ergotherapie
  • Tanz- und Bewegungstherapie
  • Soziotherapie
  • Märchentherapie
  • Psychoedukative Gruppe
  • Konzentrationstraining
  • Körperwahrnehmung
  • Entspannungsverfahren
  • Lichttherapie
  • Betreuung durch Sozialarbeiter

Auf Station 31 bieten wir 16 Plätze mit einem psychotherapeutischen Schwerpunkt an. Das Konzept richtet sich vor allem an strukturell gestörte Patienten mit rezidivierenden suizidalen Krisen und selbstverletzendem Verhalten, die häufig initial oder vorübergehend aufgrund der Schwere des Störungsbildes nicht ambulant psychotherapeutisch behandelt werden können. Sekundärer Suchtmittelkonsum ist kein Ausschlusskriterium, manifeste Suchterkrankungen stellen hingegen eine Kontraindikation dar.

Wir wenden hierbei sowohl tiefenpsychologische als auch verhaltenstherapeutische Methoden an, sowohl in Einzel- als auch in Gruppentherapie. Dabei findet insbesondere  die analytisch-interaktionelle Therapie, entsprechend dem Göttinger Modell, und die dialektisch-behaviorale Therapie nach Linehan Berücksichtigung. Daher ist auch das soziale Erleben und Verhalten in der Gemeinschaft auf der Station wichtiger Aspekt der Behandlung.

Die therapeutische Arbeit erfolgt in einem multiprofessionellen Team. Neben regelmäßigen therapeutischen Einzelgesprächen und einem Bezugspflegesystem gehören analytisch-interaktionelle Gruppentherapie, Skillsgruppe, Ergo-und Tanztherapie, sowie Entspannungsverfahren zum Behandlungsangebot. Für die meist vielfältigen sozialen Probleme außerhalb des stationären Bereichs steht eine Sozialarbeiterin zur Verfügung.

Die stationäre Aufnahme erfolgt nach Einweisung u. kann auch kurzfristig oder notfallmäßig erfolgen. Nach Abschluss einer initialen Diagnostikphase erhalten die Patienten einen individuellen Behandlungsplan.

Achtung:
Neue Durchwahlnummern

Wichtig für Sie: Die bisherige Zentralnummer 805-0 bleibt unverändert bestehen. Geändert haben sich ausschließlich die Durchwahlen zu unseren Abteilungen und Bereichen. Diese können Sie bequem hier auf den Seiten der jeweiligen Abteilungen einsehen.